WAS IST SCHÖNHEIT, aus dem NZZ Magazin
Juni 17, 2008
Was ist Schönheit? — Eine Frage – neun Antworten
Von Daniel Weber
Miriam Cahn, Künstlerin
-schön- hauchte die besucherin der ausstellung vor den riesigen bunt leuchtenden aquarellen. – mandalas! blumen . . . ich lache:?atombomben!?
klassisch scheinen die serien sich liebender männer und frauen, die ich liebend zeichne. frauen und männer finden sie schön, weil sie geil sind.
schön finde ich vollkommen schwarz zu werden wenn ich mich beim zeichnen von frauen / tieren / pflanzen / landschaften am boden in schwarzem kreidestaub wälze.
-schön gemalt!? in der ausstellung gehen sie ganz nah an die kleinen bunten ölbilder, die von fotos abgemalte aerial views von produktionsstätten zeigen. -Sie wollten die genauen namen dieser fabriken wissen? savannah river plant, hanford, pantex, ciba-geigy / sandoz, schweizerhalle, tschernobyl, stade, auschwitz, rabta, gorleben, pentagon, johnston atoll, rhode island test site, bikini island, CNN / golfkrieg.?
verlegen und unschlüssig stehen wir in meinem fertig eingerichteten raum der arbeit >sarajevo< mit vorwiegend dünnen zeichnungen liegender. stampa:-schöne tote!- gilli:-mir fast peinlich, eine preisliste aufzulegen.- ich:- wer will das schon kaufen!- worauf wir in hysterisches kichern ausbrechen.
Giorgetto Giugiaro, Designer
Ich denke, Schönheit lässt sich nicht definieren; jeder von uns kann sie jedoch beurteilen. Schönheit ist das platonische Ideal, auf das wir uns beziehen, wann immer wir ein Urteil über etwas fällen oder wenn wir fasziniert sind von etwas, das ausserhalb von uns liegt: sei es ein menschlicher Körper, ein Kunstwerk, eine geistige Errungenschaft oder eine Landschaft, ein Gefühl.
Manche Menschen haben eine klare, gleichsam naturgegebene Vorstellung dieses Ideals. Manche kultivieren diese Vorstellung, andere ignorieren sie oder würgen sie ab, sei es durch den täglichen Stress oder durch Vernachlässigung.
Was bedeutet Schönheit für meine Arbeit? Obwohl es unmöglich ist, die Schönheit eines Autos oder eines anderen Massenprodukts zu definieren, bin ich zugegebenermassen manchmal hingerissen von einem Zeugnis menschlichen Talents, der Arbeit eines Handwerkers, von einem Objekt, das gleichzeitig schön und praktisch ist. Da ich einer Kultur entstamme, die den klassischen Kanon (der Griechen, der Römer, der Renaissance) übernommen hat, neige ich dazu, Schönheit mit Proportion und Gleichgewicht zu verbinden.
Zum Beispiel, wenn mich das Gesicht einer Frau anzieht. Dessen Schönheit hängt zusammen mit den Proportionen der Gesichtszüge, dem Ausdruck, dem Blick. Schönheit finde ich auch in der Sorgfalt im Detail, und deshalb verlange ich mir immer einen Grad an Perfektion ab, den es in dieser Welt nicht gibt und den auch ich als menschliches Wesen gar nicht erreichen kann. Diese versteckte Schönheit, die sich letztlich entzieht und trotzdem – als versteckte – da ist, bewirkt, dass ich nie vollkommen zufrieden bin mit dem Resultat meiner Arbeit; sie lässt mich immer wieder nach neuen Aufgaben, neuen Richtungen suchen.
Meiner Ansicht nach ist die Suche nach der Schönheit und ihren Ausdrucksformen eines der erhabensten Ziele des Menschen und zugleich etwas vom Frustrierendsten. Und ich glaube – ebenfalls platonisch -, dass die ideale Schönheit nicht nur eine Chimäre ist, sondern in einer Welt lebt, die sich jenen öffnet, die sie immer gesucht und vergebens versucht haben, sie auf dieser Welt zu erobern.
Peter Greenaway, Filmemacher
Es ist merkwürdig, dass ein Konsens darüber besteht, dass von Menschen erschaffene Dinge, die neu sind, nicht schön sein können, während die meisten neuen Dinge, die die Natur erschafft, automatisch schön sind. Es besteht eine allgemeine Übereinkunft, dass etwas Neues, das von Menschen erschaffen wurde, mindestens zu siebzig Prozent aus Altem bestehen muss, um nach allgemeiner Übereinkunft schön zu sein.
Schönheit könnte deshalb eine Frage der Vertrautheit sein, der eine beträchtliche Dosis Nostalgie beigemischt ist. Neue Gebäude, sagt der Konsens, sind nicht schön, sie können nicht schön sein. Gebt uns die alten, diese alten Gebäude, die nicht schön waren, als sie neu waren, die aber ganz sicher jetzt schön sind.
Mit der Schönheit war nie viel Risiko verbunden. Schönheit wird kaum je als X – nur ab 18 Jahren – klassiert, Schönheit ist zu konsensuell. Ich dachte früher, der Buchstabe X sei schön, aber inzwischen hat er zu viele hässliche Konnotationen. Ich dachte früher, der Buchstabe H sei schön, aber all die Jahre, in denen er wie eine Fernsehantenne ausgesehen hat, haben ihn zerstört. Die Erziehung bringt den Kanon hervor, ob sie auf den Knien der Grossmutter stattfindet, an der Universität oder durch die täglichen aggressiven Häppchen von MTV. Der Buchstabe A ist zu aggressiv, um schön zu sein. C, Q und G sind zu unfertig oder zu sorgfältig ausgearbeitet. E und F, K, L, Y mit ihren losen Enden kommen nicht in Frage.
Merkwürdigerweise muss Schönheit nicht notwendigerweise begehrenswert sein, und das Gegenteil ist ebenfalls wahr. Denken Sie an die Sexualorgane. Wer könnte Sexualorgane für schön halten, ausgenommen vielleicht die einer Orchidee? Aber es ist schwierig, sich etwas Begehrenswerteres vorzustellen.
Nichts am Buchstaben I ist wert, als schön in Betracht gezogen zu werden, und J ist ziemlich undefinierbar. P und D werden beeinträchtigt durch den Verdacht auf eine Geschwulst, was wahrscheinlich B ewig schwanger und darum unvollendet macht – oder übervollendet. Äusserliche Assoziationen beeinflussen immer die Art Ihres Denkens.
Der Buchstabe M ist schöner als der Buchstabe N. Der Feind ist die Vertrautheit. Nichts lässt Schönheit schaler werden als die Vertrautheit. Bedenken Sie, dass nichts schön sein kann, falls es nicht einen hohen Grad von Vertrautheit aufweist, aber zu viel Vertrautheit ist tödlich. So beisst sich das Paradox in den eigenen Schwanz. Paradoxe sind ausnahmslos schön.
Ich nehme an, um zum Schluss zu einer Definition zu kommen, ich würde zu einer Kombination neigen von Freude ohne jedes Schuldgefühl, beträchtlicher Unschuld verbunden mit viel Eleganz und etwas Esprit, zweifellos einer Macht zu rühren und einer Befriedigung der Bereitschaft zum Begehren. Aber Nostalgie ist nie weit weg. Was alles ein Rezept für Ausflüchte ist. Und Bosheit . . . ganz wie die Schönheit selbst . . . oder der Buchstabe O, der der schönste Buchstabe des Alphabets ist. Er verbindet Symmetrie mit Vollendung und Selbstgenügsamkeit. Und mit einem Klassizismus. Dem platonischen O. Vielleicht führt das wieder zu den Sexualorganen zurück, aber so, dass das Symbol schöner ist als die Sache selbst.
Adolf Holl, Theologe
Das Geständnis, dass mein intellektueller Habitus so gar nicht zu meinem Geschmack passt, fällt mir nicht leicht. Was soll man dazu sagen, wenn der kirchenkritische Theologe so gern in alten Kathedralen herumwandert, in den romanischen, gotischen, barocken Gotteshäusern Europas mit ihrem aparten Geruch aus altem Holz, Weihrauch und Bienenwachs? Wenn er mit Wehmut an die lateinischen Messen denkt, die er früher einmal rezitiert oder gesungen hat? Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich begriff, dass mein Schönheitssinn vormodern ist, in seinen Tiefenschichten zumindest, dass er den neuzeitlichen Schnitt zwischen Religion und Ästhetik nicht kennt.
Ich erinnere mich noch gut an einen Julimorgen in Chartres, als ich vor 40 Jahren die Sakristei des Doms betrat, um mich für die heilige Messe anzukleiden. Dann stand ich in der Krypta und flüsterte an einem Altar, der vor tausend Jahren gesetzt worden war, den römischen Kanon aus der Zeit Alarichs. Immer noch zögere ich, diese archaischen Texte mit demselben Etikett zu kennzeichnen wie eine Zeichnung von Picasso, ein Gedicht von Rilke, einen Film von Fellini.
Was mich bis heute am stärksten ergreift, bis in die Träume hinein, verdankt sich eher dem alten Ägypten als den Einfällen jener Hochbegabten, deren Namen dem heutigen Kulturbetrieb Glanz verleihen. Was ich an ihnen vermisse, ist die Entlastung der Person durch die Beschwörung von Zusammenhängen, die ewig sind.
Brigitte Kronauer, Schriftstellerin
Dass man ihr begrifflich nicht befriedigend zu Leibe rücken kann, macht einen Teil ihres Wesens aus. Schönheit Nr. 1 ist nämlich Oberfläche, eventuell sogar: gleisnerische Oberfläche. Es ist diejenige, die uns schlichtweg umhaut.
Schönheit Nr. 2 müssen wir, mit starker Eigenbeteiligung, erst unter einer unscheinbaren Hülle entdecken, zum Beispiel in einem alten Frauengesicht, einer Autobahnböschung usw. Diese zweite ist weniger attraktiv als die erste, aber gesellschaftlich angesehener.
Das hängt sicher zusammen mit dem Stolz über die eigene Leistung und der Genugtuung über die Zähmung der Idee des Schönen für das Alltägliche. Hier ist sie abhängig von unserem guten Willen und also jederzeit für uns erreichbar. Sie ist kapitalistisch, sozialistisch, feministisch manipulierbar und propagierbar zu künstlerischen und menschenfreundlichen Zwecken.
Auch die Schönheit 1. Ordnung, die uns auf Anhieb wehrlos glücklich macht (daran erkennt man sie in jedem Medium), ist natürlich keine objektive, erst recht ist sie nicht beständig, gut, wahr, scheint es jedoch, im Moment ihrer höchsten Wirksamkeit, wunderbarerweise zu sein. Auch dieses Indiz ist Pflicht! Sie ist flüchtig, amoralisch, trügerisch. Kurzum: Sie ist eine Himmelsmacht. Das Euphorisierende, Paradiesverheissende, jenseits aller konventionellen Tugenden, schlechthin.
Ohne uns, ihre Bewunderer, ist sie vielleicht nur ein kalter Stern, wir sind ohne sie höchstens ein rechtschaffener Erdklumpen.
Benoît B. Mandelbrot, Mathematiker
Was ist Schönheit? Was ist Kunst? Diese Fragen beschäftigen mich seit den sechziger Jahren, als ich entdeckte, dass Kunst algorithmisch sein kann. Entscheidend ist, dass sie weder die Natur noch die Seele des Künstlers widerspiegeln muss; Schönheit kann auch aus den «Keimen» geeigneter einfacher Formeln wachsen.
Die Ergebnisse – enthüllt durch einen Computer – können ausserordentlich kompliziert sein; viele sind auf dekorative Weise schön, sogar betörend schön.
Manche dieser Ergebnisse sind «Fälschungen» von Bergen und Wolken, manche sind völlig abstrakt. Die Formel f (z) = z2 + c beispielsweise ergibt die Mandelbrot-Menge mit ihrem unbeabsichtigten Leitmotiv (verkleinerte Versionen des Ganzen sind überall verstreut), und die Variationen um jedes Leitmotiv herum wiederholen sich.
Diese Menge schwebt irgendwo zwischen der exzessiven Ordentlichkeit der gewöhnlichen Geometrie und dem wahren Chaos von Formen, in dem man weder Ordnung noch Strukturen erkennen kann. Keines der beiden Extreme ist schön.
Könnte es sein, dass Schönheit – ob figürliche oder abstrakte – nur auf diesem Grat zwischen dem Mangel und dem Übermass an Strukturiertheit existiert? Schon die vorklassischen Griechen glaubten, Schönheit sei die symmetrische (das heisst harmonische) Beziehung der einzelnen Teile zum Ganzen.
Die Formen, die ich untersuche, sind fraktal, was bedeutet, dass ihre Teile im reduzierten Massstab Wiederholungen des Ganzen sind. Ich hätte erwartet, diese Form der Symmetrie sei zu unbarmherzig, um schön zu sein, aber der Augenschein legt das Gegenteil nahe.
Ivo Pitanguy, Schönheitschirurg
Schönheit ist Harmonie, Ausdruck der Harmonie zwischen dem Körper und der Seele. Natürlich hat jede Rasse und Kultur ihre eigenen Schönheitsideale, die dem Wandel der Zeit und der Mode unterworfen sind. Und jeder einzelne Mensch hat, entsprechend seinem Charakter und seiner Herkunft, eine eigene Vorstellung von Schönheit. Dadurch sind dem Schönheitschirurgen Grenzen gesetzt; er ist in seiner Arbeit nicht frei, er ist kein autonomer Künstler.
Mag er ein noch so grosses Wissen um Harmonie und Schönheit haben, der Schönheitschirurg bleibt ein Sklave der Anatomie. Das vergessen die Patienten manchmal, die unrealistische Erwartungen haben, was meine Möglichkeiten angeht, ihnen zu helfen. Wer ein unrealistisches Bild seiner selbst hat, kann nie glücklich werden; solche Patienten operiere ich nicht. Aber die Natur macht in der Regel keine grossen Fehler, und kleine Korrekturen bringen oft grossen Erfolg.
Die Erfahrung in meinem Beruf – ich mache dabei keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen Wiederherstellungs- und Schönheitschirurgie – hat mich gelehrt, dass sich die Seele eines Menschen durch seinen Körper ausdrückt. Und es ist gerade die Vielfalt der Erscheinungsweisen, die die Menschen so ausserordentlich und schön macht.
Als Chirurg, der äussere Schönheit herzustellen sich bemüht, bin ich auf der Suche nach dem, was einen Menschen im Kern ausmacht, und daraus ergibt sich die Zielsetzung meiner Arbeit: seine innerste Schönheit wiederherzustellen.
Jacques Séguéla, Werber
Die Schönheit existiert nicht, was zählt, sind allein die Schönheiten. Jene, die uns erbeben lassen – und zum Glück sind dies immer weniger dieselben.
Die siebziger Jahre waren die Ära der Massengesellschaft, die achtziger jene des Konsums, die neunziger werden jene der «Niemandsgesellschaft» sein. Ich, und ich, und ich. Nach den Jahrhunderten, in denen Mona Lisa, die Venus von Milo, Marilyn oder Brigitte Bardot universale Ideale errichteten, kommt nun die Zeit der pluralistischen Schönheit. Die Demokratie hat die Ästhetik erfasst; jedem seine eigenen Kriterien. Ins Museum mit dem Goldenen Schnitt, von jetzt an jedem seinen eigenen Massstab.
Ist es so nicht besser? Aus den Schafen des Panurg, die wir waren, sind einsame Adler geworden. Es lebe das Nest, allenfalls noch der Clan, aber mit der Masse ist es vorbei. Die Schönheit ist nicht mehr jene des Körpers, sondern jene der Seele. Die Bedeutung ist wichtiger als das Zeichen, der Gehalt wichtiger als die Form.
Gesund sein ist besser als schön sein. Sich selbst gefallen ist wichtiger als andern gefallen. Grosse Angst hat man vor dem Altern – nicht der Zahl der Jahre wegen, sondern wegen der Beeinträchtigung des Lebens. Kurz, Schönheit ist leben.
In unseren dennoch verzweifelten Zeiten gibt es nur ein Schönheitsrezept: seinen Jahren Leben hinzufügen, nicht seinem Leben Jahre.
Kennen Sie diese wahre Geschichte? Sie hat sich in Rumänien zugetragen: Eine junge Frau stirbt; man transportiert sie ins Leichenschauhaus. Gegen Mitternacht, welcher Horror, vergeht sich der Wärter an ihr. Da erwacht die Tote plötzlich zum Leben. Der Schock ist für den Vergewaltiger so gewaltig, dass er einen Herzanfall erleidet und fällt. Die Auferstandene benachrichtigt ihre Eltern, die ihrerseits die Polizei verständigen.
Die Polizei trifft eine halbe Stunde später am Schauplatz des Verbrechens oder des Wunders, je nach Standpunkt, ein. Die Eltern haben ihr Kind wieder, die Polizei schüttelt den Wärter, und, welche Verblüffung, er kommt zu sich; man nimmt ihn in Gewahrsam. Am nächsten Morgen kommt die junge Frau auf das Kommissariat und zieht die Klage ihrer Familie zurück. «Wie könnte ich», sagt sie, «mit ansehen, wie der Mann ins Gefängnis kommt, der mir das Leben zurückgegeben hat?» Ist das nicht eine schöne Geschichte? Ich sagte es Ihnen, die Schönheit ist das Leben.
Jeanloup Sieff, Fotograf
«Die Jugend ist ein geistiger Zustand», schrieb einmal Strawinsky; ich glaube, die Schönheit ist es auch, denn es ist nicht der ästhetische Kanon der Antike, der sie definieren kann. Wie der Sinn für Humor ist die Schönheit fragil wie eine Seifenblase, und jeder Versuch, sie zu definieren, zerstört sie unwiderruflich. Die perfekten Formen sind langweilig, weil oft unbeseelt, und Leute, die angeblich «hässlich» sind, finde ich schön, weil ihr Blick ihren inneren Reichtum ausdrückt.
«Der Tod und die Vulgarität sind die einzigen Dinge, die man nicht erklären kann», sagte Oscar Wilde, aber er hätte die Schönheit hinzufügen können, denn auch sie ist ein unerklärliches Geheimnis, das durch die äussere Form nicht zureichend bestimmt wird. Die Schönheit einer Frau: das ist der Duft des Sommers auf einer Schulter; ein Blick im Schattenlicht; ein Bauch, der atmet in einer vergessenen Nacht, in der plötzlich eine Wolke den Mond verdeckte; das ist das kleine Mädchen, das Angst vor dem Dunkeln hat und sich hinter seinen Plüschbär kauert, den es sein Leben lang in den Männern wiederzufinden versuchen wird, die nur verständnislos lachen werden.
Alle Dichter haben eine ideale, traumhafte, nicht existierende Schönheit besungen, in der verrückten Hoffnung, sie zum Leben zu erwecken, weil sie ihr nicht begegneten. Sie sind alle gestorben, ohne sie gefunden zu haben, und eine der schönsten Definitionen der Schönheit stammt von Marcel Proust: «. . . (die) teilweise Ergänzung, die unsere vom Bedauern überreizte Phantasie der fragmentarischen Erscheinung einer vorbeieilenden Frau hinzufügt.»
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dsaioöhisad
… mein Probekommentar….